Lieber leiden als sich verändern?

Vor einigen Tagen kam ein Artikel von Prof. Salber über die Glaubenswirtschaft heraus. Es geht darum, dass die Finanz- und Wirtschaftskrise in Wirklichkeit eine Krise der seelischen Kultur ist. Unsere Kultur ist eine „Blase der Selbsttäuschungen“ und „die Krise ist kein Wirbel von draußen, sonder Erstarrung, die Betonierung überholter Gewohnheiten“.  Auch die Lösungsversuche waren bisher nur noch mehr vom Gleichen: die Geldpumpen und Worthülsen wie Wachstum, Fortschritt, Konsumsteigerung. Die Menschen erleben ein Dilemma: auf der einen Seite haben sie Katastrophendrohungen im Kopf, auf der anderen Seite, läuft alles wie bisher. (Auch hier im Blog wurde das große Thema kaum angesprochen.)

Nur eine Veränderung im Denken und Handeln kann der Weg aus der Krise sein.  „Die Unternehmen können die Vorreiter für ein Umdenken sein, bei dem nicht mehr die Erfolgslügen, Leistungsverkrampfungen, Krachwerbung und Heucheleien im Mittelpunkt stehen (und insgeheim darin brutale Macht- und Vernichtungskrämpfe.) Sondern: Wieder die „Liebe zur Sache“ als neue Sachlichkeit entwickeln statt abstrakte Klingeltöne (geil, super, perfekt); menschliche Umgangsformen mit Produkten; Antworten-Finden auf die lebensnahe Fragen.“

Da die Werbung eine Art kommunikatives Sprachrohr der Unternehmenskultur und ein wichtiges Wirtschaftstool ist, ein Spiegel- und gleichzeitig ein Vorbild der Kultur wiedergibt, haben wir, glaube ich, eine wichtige Aufgabe in der Überwindung dieser Erstarrung und im Weg-Finden aus der Krise hin zur neuen Weltordnung. Packen wir es an!?

Hier geht es zum Artikel: http://www.ifm-network.de/newsletter-spezial/

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